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5. Juni 2008 4 05 /06 /Juni /2008 16:49

Ich bin wie ich bin. Es gibt keinen Zweifel daran, dass es so richtig und gut ist, wie ich lebe, was ich für Einstellungen habe, wie meine Ansichten sind und wie ich die Welt im Ganzen betrachte.
Andere Menschen behaupten das ebenfalls von sich, auch wenn sie vielleicht das genaue Gegenteil von mir sind.
Wie kann das aber sein?

Wenn ich mir vorstelle, dass ich sterbe und natürlich nicht auf saftigen, grünen Auen im Paradies tänzel, sondern schlicht und einfach plötzlich ein neues Leben habe, als komplett andere Person irgendwo auf diesem Planeten, dann beunruhigt mich das. Wieso werde ich dann, der ich dann nicht mehr ich bin, der ich vorher war, auch so anders denken? Warum könnte ich mich zum Beispiel nicht für Musik interessieren, wobei ich doch als der, der ich jetzt bin, weiß, wieviel Freude sie einem bereiten kann?
Versteht ihr, was ich meine? Ich weiß, dass es Dinge gibt, die wirklich gut sind. Aber ich fürchte mich davor, dieses Wissen zu verlieren, wenn ich ein anderes Leben bestreite.

Natürlich wirft sich die grundsätzliche Frage auf, was nach dem Tod geschieht. Und dieses Thema wird ja schon seit Anbeginn der Zeit diskutiert. Aber niemand weiß es wirklich.
Paradies, Nirvana und der ganze Kram. Alles nur Produkte der Fantasie.
Ich glaube, dass irgendwann einfach ein neues Leben beginnt, ohne einen einzigen Anhaltspunkt, wer wir mal waren.
Lässt sich das überhaupt herausfinden?
Dazu aber mehr im nächsten Blogeintrag.

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Published by Kolossia - in Ansichten
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Kommentare

ky alain 06/06/2008 10:48

Hallo Kolossia!Eigentlich beantwortest Du die Frage schon selbst mit Deinem vorletzten Blog, der ebenso lesenswert ist, für mich. Geht es mir, wie dir, um die Identität, die Seinsfrage, die Ergründung des Sinnes menschlichen Tuns bis zum Ende. Und Proxima ist eben der, die, das Nächste, an dem wir uns orientieren und die wie wir diese Frage nach dem Abmühen stellt, all des Erstrebens, das uns durch die Lebensjahre treibt. Und die Identifikation orientiert sich nur zu gerne an Gott, ob wir warten, suchen, uns abmühen, uns verlassen fühlen, uns mit anderen vergleichen wollen, und so fort. Für mich ergeben sich diese Fragen aus dem Diesseits, während Du das Jenseits mit einbeziehst. Aber Abstrakt? Meintest Du in der Sprache, dem Ausdruck oder was den Sinn angeht, vom inhaltlichen Ablauf?Danke für Deinen Kommentar.Gruß, Ky.

Kolossia 06/06/2008 15:12


Hi,

vielleicht war abstrakt der falsche Begriff. Es ist einfach sehr schön, aber auch recht schwer zu lesen, da du sehr viel Gewicht auf Metaphern und Umschreibungen legst und sich einem dadurch sehr
viel Spielraum für Interpretationen bietet. Es ist auf jeden Fall kein Text, den man einfach so runterlesen kann, sondern wo man sich wirklich gut reindenken muss.

Danke für deinen Kommentar

Kolossia