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23. Mai 2010 7 23 /05 /Mai /2010 05:30

Matador-aufgespie-t.JPG

Den heutigen "Never-Give-Up Award" erhält, mit Abstand, Opíparo, zurecht, "Der Prächtige".

Der Stier kämpfte am Freitag, wie so viele vor ihm, in einer handelsüblichen Arena in Spanien um sein Leben. Zur Belustigung vieler wurde er von dem Star-Matador Julio Aparicio in allerbester Torero Manier mit einem roten Tuch für dumm verkauft. Doch trotz der Traktierungen durch den homophil gekleideten Hampelmann blieb Opíparo lebenswillig und rammte sein ansehnliches Horn durch den Kiefer des Peinigers und bescherte ihm damit eine mehr als nachhaltige Erinnerung an dieses "Lustspiel".

Wahrscheinlich wird Opíparo zur Belohnung längst nicht mehr unter uns weilen, was ich sehr bedauere. Hätte er seine überaus rühmliche Tat doch ansonsten gerne im Freundes- und Bekanntenkreis publik machen können und damit Trittbrettfahrer auf den Weg geschickt.

Vielleicht brennt sich dieses Bild ja auch stattdessen bei dem ein oder anderen spanischen Kind ein, das bisher mit dem Gedanken gespielt hat, später mal ein berühmter Matador zu werden.

Wollen wir's hoffen.


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3. Dezember 2008 3 03 /12 /Dezember /2008 08:43
 

Wie ich hier so sitze und über meine Arbeit nachdenke, bleiben meine Gedanken an den Patienten hängen, die aufgrund von Lebenskrisen hier gelandet sind. Viele gibt es hier, die depressiv sind. Psychosen und andere Störungen, die unter Zuhilfenahme von Medikamenten behandelt werden müssen, haben nur einen relativ geringen Anteil. Bei den meisten ist diese Krankheit genetisch veranlagt.

Doch die Depressionen, oft als neue Volkskrankheit bezeichnet, haben eindeutig überhand. Fast immer gibt es dabei naheliegende Gründe, die zum Ausbruch dieser Krankheit geführt haben.

Diese Krankheit hat meiner Meinung nach ihre Ursprünge in dem soziokulturellen Umfeld, aus dem die Betroffenen stammen.

Nach Überzeugung so mancher Wissenschaftler sind viele Depressionen organisch bedingt. Dabei kommt es zu Störungen im Gehirnstoffwechsel, wodurch positive Gefühlssignale vermindert und negative verstärkt würden. Ob das so richtig ist kann ich nicht beurteilen, da mir dazu das medizinische Hintergrundwissen fehlt, das eine fundierte kritische Auseinandersetzung mit diesen Inhalten rechtfertigt. Ich mache mir nur meine Gedanken zu diesem Thema unter nicht wissenschaftlichen Aspekten.

So ist es zunächst verwunderlich, dass Depressionen gerade in den ärmsten und geplagtesten Ländern der Welt kaum von großer Bedeutung sind. Urwaldvölker leben zufrieden bis ans Ende ihrer Tage. Die Industrienationen, die reichsten Länder der Welt, greinen und zermürben sich die Köpfe, wie schlecht es ihnen doch geht.

Worauf ich hinaus will, ist der Umgang mit dem eigenen Glück. Wie kann ich in dieser Welt existieren, ohne mich von der mich ständig umgebenden Schlechtigkeit einstampfen zu lassen?


Ich gebe nun meine Ansichten zu einem glücklichen Leben wieder. Nicht jeder muss sich darin erkennen oder gar das Bestreben haben, diese ungefiltert zu absorbieren, doch ich möchte zum Nachdenken anregen. Kann ich an meiner Situation wirklich nichts ändern? Bin ich auf dieser Welt, um mich fertig machen zu lassen? Und sei es nicht von anderen, dann von meinem eigenen Pessimismus? Habe ich mein Glück nicht in meiner eigenen Hand?


Es gibt Menschen, sehr viele sogar, die glauben an einen oder mehrere Götter. Doch gerade in unserer westlichen Welt scheint das nicht besonders gut zu funktionieren. Laut Studien suizidieren sich in Deutschland jährlich rund 11.000 Menschen. Das übersteigt die Zahl der Todesopfer durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten, Drogen und Aids zusammen. Und das, obwohl wir so gottesgläubig sind? Was macht dieser Gott falsch, dass er uns nicht davor bewahrt, uns und unseren Familien und Freunden solches Leid zuzufügen? Und dabei ist der Selbstmord sogar eine Todsünde, da man damit Gottes Entscheidungsgewalt untergräbt.

Bevor ich zu blasphemisch werde, sage ich ganz offen heraus, dass alle, die an Gott oder etwas ähnliches Glauben, sich etwas vormachen. Nun, es ist eine nette Vorstellung, jemanden zu haben, der ja eigentlich über einen wacht. Wenn das Leben dann beendet ist, dann geht es ab in den Himmel oder, ach du Schreck, in die Hölle. Ohjeohje. Auch das noch. Dass diese Ansichten von Gut und Böse aus lange vergangenen Zeiten stammen, in denen noch an Hexen, Dämonen und allerlei anderen mythischen Firlefanz geglaubt wurde, scheint niemanden zu interessieren. Das bedeutungsvollste Märchen aller Zeiten, die Bibel, hat ein paar nette Grundaussagen zum respektvollen Umgang miteinander, die sich jedoch im Kontext so manch einer Geschichte selbst neutralisieren.

Doch die Bibel, der Koran ganz besonders, werden immer anders ausgelegt. Das ist fürwahr nichts neues. So fokussieren dann die meisten Menschen auch die eben angesprochenen Verhaltensweisen und versuchen damit glücklich zu leben.

Dass diese Verhaltensweisen eigentlich nur dem gesunden Menschenverstand entsprechen ist ebenfalls kein Geheimnis.

Doch ich möchte nicht weiter auf Bibel- und Glaubenskontroversen eingehen.

De facto ist es so, dass diese Erde, auf der wir uns viral vermehrt haben, ein mehr oder weniger glücklicher Zufall ist. Wir sind nicht mal ein Staubkorn im Universum. Ein unbedeutender Hauch in den unendlichen Weiten. Unser Leben hängt am seidenen Faden, wenn man bedenkt, dass wir beinahe täglich interstellaren Katastrophen entgehen. Wir befinden uns in einer Phase, in der es, rein statistisch gesehen, langsam mal wieder Zeit wird, vollständig ausgelöscht zu werden. Ich meine damit von Außerhalb. Einer der unzähligen Asteroiden, die einen Arsch breit an uns vorbeiziehen wird es irgendwann nicht lassen können, uns ein Branding zu verpassen. Dann wärs das auch schon gewesen.

Trübe Aussichten. Es gibt keinen Gott, wir sind ein nettes Intermezzo in den Jahrmilliarden des Nichts und können nichts dafür und dagegen tun. Naja, dagegen kann man schon etwas tun. Die Menschen sorgen stetig dafür, dass sie ihren so seltenen Planeten zu Grunde richten. Da hat man einmal die Chance, so etwas mitzumachen, dieses „Leben“, und dann tut man alles dafür, dass es möglichst nicht zu lange währt.

Man kann sich an nichts festhalten. Man wird in dieses Leben geworfen, lebt und stirbt irgendwann wieder. Dann kommt nichts. Kein Gott, kein Paradies, kein Himmel, keine Hölle, keine Wiedergeburt, kein Nirwana. Nichts. Schwärze. Es kann uns so egal sein, was kommt. Uns war auch egal, was seit Anbeginn der Zeiten bis zu unserer Geburt passiert war. Genau das selbe passiert nach unserem Tod. Einfach nichts. Wir verrotten und sind irgendwann vergessen. Wenn unsere Welt dann irgendwann ausgelöscht wird, dann haben wir nie existiert.

Düstere Zukunft. Eigentlich ist alles egal, was man macht. Ob man nun glücklich und zufrieden oder depressiv ist. Am Ende ist es einfach egal, was geschehen ist.

Doch wer diese Einstellung teilt, und sie unter den Gesichtspunkten der Hoffnungslosigkeit sieht, und diese Gedanken stets mit sich herum trägt, der hat bald verloren.

Auch wenn dies meine Ansicht der Welt und des Lebens ist, so bin ich nicht suizidal oder pfeife auf alles, was passiert.

Sollten wir nicht diese Gelegenheit nutzen und einfach das Beste daraus machen?


Die Suche nach dem Sinn des Lebens beschäftigt die Menschen seit Anbeginn ihrer Existenz. Doch ich sage, es gibt keinen Sinn darin. Wir haben uns nicht ausgesucht zu leben, sondern wurden einfach in dieses Leben hineingeworfen.

Nun gilt es, dieses Leben zu meistern. Der einzige Weg, dieses Leben glücklich zu verbringen besteht darin, die innere Einstellung dazu realistisch zu sehen und zu wissen, dass man selber für sein Glück verantwortlich ist.

Im Buddhismus heißt es, dass das Leben Leid ist und das Nirwana das Ziel.

Bei mir heißt es, dass Freude und Leid ambivalent existieren und das Ziel im eigenen Glück verborgen liegt. Keiner will sein Leben durch Leid dominiert sehen. Doch man wird daran gehindert, neben dem Leid die Freude auszuleben.

Das Leid fügen wir uns selbst zu. Durch Grenzen, durch Auflagen, durch Normen und Bestimmungen. Durch Erwartungen und dem Bestreben, allem gerecht zu werden.


Nichts müssen

Doch für wen machen wir dieses Spiel mit, wenn es doch am Ende niemanden mehr interessiert? Am Ende zählt nur noch, ob man mit seinem Leben zufrieden war. Ob man glücklich war und denkt „Ich habe es erfolgreich gemeistert.“

Von daher sehe ich es nicht ein, mich in der Bestreitung meines Lebens derart von äußeren Einflüssen beeinträchtigen zu lassen.

Es gibt nichts auf dieser Welt, was man muss. Man will.

Ich werde mal etwas konkreter anhand eines Fallbeispieles:


Herr M. quält sich aus dem Bett. Wie jeden Morgen ist er hundemüde und stöhnt bei dem Gedanken daran, nun wieder schuften gehen zu müssen. Aber er muss ja. Sein Lebensunterhalt muss gedeckt sein, seine Versicherungen bezahlt werden, das Haus muss abbezahlt werden. Wenn er nicht arbeiten geht, dann kann er sich nichts mehr leisten und muss jeden Cent zigmal umdrehen. Seine Frau wird unzufrieden mit ihm sein.

Davon abgesehen läuft es mit seiner Frau auch nicht mehr so richtig. Seit etlichen Jahren sind sie nun verheiratet und leben doch aneinander vorbei. Mehr Gewohnheit als Liebe lässt sie ihre Tage miteinander verbringen. Die Kinder sind längst aus dem Haus und leben ihr eigenes Leben.

Herr M. geht in die Küche und überfliegt die aktuelle Zeitung, während er seinen Kaffee trinkt. Die Meldungen sind die gleichen wie immer: Politisches Geschwafel und Lügen noch uns nöcher. Hinter allem stecken korrupte Firmen, die Mächtigen drehen sich die Dinge wie sie wollen. Und hinter allen steckt die Gier nach Geld.

Herr M. kann es nicht fassen, dass die Menschen so blind sind, und die Lügen dahinter nicht erkennen. Dass er als Bürger nur ein Spielball ist. Allen wird etwas vorgemacht, ein Netz aus Intrigen und Verlogenheit.

Herr M. schlägt resigniert die Zeitung zu und tritt über die Schwelle seiner Türe, über der ein verstaubtes Holzkreuz hängt.

Er fährt zur Arbeit, die er eigentlich gar nicht mehr ausstehen kann, und macht seinen Job.

Am Abend kommt er heim, lässt sich vom Fernsehen berieseln und schläft schließlich ein.

Zehn Jahre später erleidet Herr M. einen tödlichen Herzinfarkt und verblasst innerhalb kürzester Zeit aus den Erinnerungen derer, die vielleicht noch an ihn denken.

Seine Arbeitskollegen sind die ersten Monate traurig verstimmt, nicht alle, dann geht das Leben weiter.

Herr M. hatte ein Leben zur Verfügung. Er wird nicht wiederkommen, er wird nirgends harfespielend auf einer Wolke sitzen und lächelnd gen Sonnenuntergang blicken. Er wird auch nicht als Geist unter uns weilen und das tun, was er möchte. Ebenso wenig wird er wieder geboren und alles anders machen. Wenn er nochmal das Leben durch die Augen eines anderen sieht, ohne sich dessen Bewusst zu sein, dann wird er es ähnlich machen.


Musste Herr M. sein Leben so gestalten? Seiner Ansicht nach ja. Er musste beispielsweise arbeiten gehen, damit er etwas zu essen hatte und sein Häuschen bezahlen konnte.

Doch in der Beziehung sollte man umdenken. Niemand muss etwas tun. Herr M. will etwas essen. Herr M. will arbeiten gehen, damit er essen kann. Herr M. möchte auch gerne dieses Haus haben. Davon hatte er immer geträumt. Er möchte es bezahlen, weil er es behalten will.

Das ist natürlich etwas plakativ ausgedrückt, aber vom Grundsatz her sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man all die Dinge, die man tagtäglich tut und von denen man sich unter Umständen belastet fühlt, eigentlich will. Wir wollen in dieser luxuriösen Gesellschaft leben, wir wollen daran teilnehmen und unseren Lebensstandard halten. Der Preis dafür ist, das wir auch etwas dafür tun.

Wenn wir das nicht wollen, dann können wir es auch anders haben.

Von jetzt auf gleich.

Es glaubt einem kaum einer, wie leicht es ist, einen Schlussstrich zu ziehen. Einfach zu sagen: „So, ich habe darauf jetzt keinen Nerv mehr. Dieser Job ödet mich an, das ist nicht die Arbeit, mit der ich glücklich werde.“ Ich kann sehr wohl damit Geld verdienen, aber ist es das, was ich in diesem einzigen Leben das ich habe, wirklich tun will?

Gesunder Egoismus ist ein Pflasterstein auf dem Weg zum Glück. Die eigenen Interessen stehen im Vordergrund. Doch sollte man nicht nach der Devise „Nach mir die Sintflut“ handeln. Damit macht man andere Menschen unglücklich, die vielleicht in ihrer Art zu leben zufrieden sind. Dass sich diese eventuell durch das mangelhafte Verhalten ihrer Mitmenschen ins Unglück stürzen lassen, hängt wiederum auch mit deren inneren Einstellung zum Glück zusammen. Wenn wir das Leben gelassen betrachten und den richtigen Weg im Kopf haben, dann werfen uns solche Ereignisse nicht aus der Bahn. Es kann umdisponiert werden, es können Alternativen gesucht werden.

Dieser Schlussstrich lässt sich auf den Job, die Beziehung, die Umgebung und das Eigentum beziehen.

Warum müssen wir an einem Ort festsitzen bis an unser Lebensende? Weil wir es wollen. Wir wägen uns in Sicherheit und regen uns trotzdem über alles auf, was unser Leben stört.

Nehmen wir als Beispiel jetzt mal die schlechten Nachrichten in der Zeitung oder auch im Fernsehen. Herr M. regt sich furchtbar darüber auf, wie schlecht doch die Welt ist. Und macht sich damit unglücklich.

Muss das sein? Oder müssen wir die Augen vor der Schlechtigkeit verschließen?

Nein. Wir sollten schon mit offenen Ohren und Augen durch die Welt gehen, um uns nicht an der Nase herumführen zu lassen. Doch was hilft es, sich darüber aufzuregen, dass eigentlich alles nur Lug und Trug ist? Entweder Herr M. versucht aktiv die Umstände zu ändern, die dafür sorgen, oder er belässt es so.

Die ausgesprochen komplexen Dinge, die Vernetzungen in der Politik und in den großen Firmen, die krummen Dinger, die überall gedreht werden, lassen sich ohne Weiteres nicht ändern. So sind die Menschen.

Schlauer wäre, sich davon nicht beeinflussen zu lassen. Das Zauberwort heißt „ausbrechen“. Nicht zu verwechseln mit „abhauen“. Wir können Alternativen suchen:

Das Essen ist mit Zusatzstoffen durchsetzt, gespritzt, genmanipuliert, wurde unter unmenschlichen Bedingungen geerntet? Ökologisches Zeug kaufen oder selber anbauen. Da nicht jeder so denkt, sondern nur ein geringer Teil der Bevölkerung, werden dadurch auch keine Arbeitsplätze gefährdet, wenn man umdenkt.

Die Energie ist zu teuer. Ständig steigende Stromkosten, Wasserkosten? Die ätzenden Großkonzerne spielen sich das Geld gegenseitig in die Taschen und belachen sich darüber, dass wir als Normalbürger verärgerte Kommentare in der BILD-Zeitung abgeben? Wie wäre es zum Beispiel mit einem Passivhaus? Damit entziehen wir uns gleich dem Stromkonzern sowie den Wasserwerken.

Dahingehend gäbe es noch unzählige Beispiele.

Ausbrechen bedeutet auch, die eigenen Mauern zu sprengen, die uns daran hindern, unser Nest zu verlassen.

Wenn wir doch von der großen weiten Welt träumen, wenn wir doch irgendwann mal in ein fernes Land wollen, warum tun wir das dann nicht? Warum brechen wir nicht einfach aus dieser Welt aus und ziehen von dannen? Was haben wir zu verlieren? Warum sollen wir uns nicht auf die Suche nach dem eigenen Glück begeben?

Bei vielen ist es die Angst. Und damit komme ich auch wieder zurück zu meinen Patienten.

Die Angst und die Hoffnungslosigkeit, an ihrer Situation nichts ändern zu können treibt viele in die Depression. Dabei sollte man sich nur vor Augen führen, wofür man lebt. Wie wäre ich glücklicher? Wie hätte ich mir mein Leben anders vorgestellt?

Wenn man sich diese Fragen beantwortet hat, dann sollte man versuchen, einen anderen Weg einzuschlagen. Es ist nie zu spät und man bekommt so viele Chancen, wie man sich selbst gibt. Selbst im hohen Alter ist es noch möglich, plötzlich etwas ganz anderes zu tun.

Dazu gehört jedoch mehr als Mut. Es muss die wirkliche tiefe Überzeugung sein, dass man etwas ändern möchte. Man kann!


Ich werde oft gefragt, warum ich so gelassen und ruhig bin.

Dazu muss ich jedoch sagen, dass ich aktuell nicht immer so gelassen bin. Meine beiden Kinder, die in ihrer kindlichen Naivität ausgesprochen anstrengend sind, die ich aber über alles liebe, lassen meine Ruhe so manches Mal dahin schwinden. Dann überkommt mich auch das allgemeine Gefühl, besonders gestresst zu sein. Dann nervt es mich.

Doch wenn ich dann, wenn wieder etwas Ruhe im Haushalt eingekehrt ist, darüber genauer nachdenke, dann werde ich mir bewusst, dass es das ist, was ich wollte. Es ist ein Pflasterstein zum Glück. Ich freue mich noch im Nachhinein über jede Satz meines ersten Sohnes, über das Staunen über die Welt meines zweiten Sohnes. Ich muss jedoch lernen, in dieser Beziehung meine Lebensansichten auf diese Situationen zu übertragen. Auch mir fällt das mitunter schwer.

Aber ansonsten bin ich wirklich die Ruhe selbst. Ich lasse mich nur selten von irgendeiner Hysterie anstecken über die Ärgernisse des Alltags. Ich weiß, dass es vorbei geht. Früher oder später, so oder so.

Meine Devise lautete also: Jeder kann glücklich leben. (Kriege und andere Bedrohungen natürlich ausgeschlossen.)

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2. November 2008 7 02 /11 /November /2008 10:28
So, nach einer kurzen Pause geht es nun tatkräftig weiter.

Wut hatte mein Vater. Verärgert über den mehr als mangelhaften Service und die ausgesprochen ärmlichen Hilfsangebote auf der offiziellen Telekom-Homepage, schrieb er ihnen einen bitterbösen Brief, den ich euch nicht vorenthalten möchte:


Hallo ihr da draussen,
weit weg von der Realität des Verbrauchers
.
Im Nirvana der leidgeprüften Aktionäre.

Ihr Unmotivierten, sicherlich vor der baldigen Entlassung.

Devot beuge ich mein Haupt, unwürdig euch zu belangen.
Trotzdem ich im Monat für meine Verhältnisse euch einen beachtlichen Teil meines Salärs in den Endausgang des Körpers
schiebe, sozusagen als Fieberzäpchen, fühle ich mich von euch verlassen.

Egal was ich von euch möchte (nicht verlange ),es funktioniert nicht.
Eure Hilfsseiten im Internet hakeln permanent.

Ich möchte eigentlich nur meinen Router konfigurieren, aber das "Scheissding" von T-Com will nicht so wie ich will.
Ich bin von normaler Statur, ein "Semiprofi" ,ich hab halbwegs Ahnung und bin viel im Internet unterwegs.

Die Anonymität eures Systems bringt mich gerade zur Weißglut,
ich habe den telefonischen Weg bei ähnlichen Problemen versucht, bin aber an eurem geplant durchdachtem System gescheitert. "Kunde zahlt, ist aber ansonsten ein Arschloch".

Sorry, ich habe vergessen , "ein lästiges Arschloch".

Lieber Mitarbeiter, der du diese Anfrage bearbeitest, du bist nicht von mir persönlich gemeint, es ist dein Boss, und dessen Boss, bis oben rauf in die Chefetage.
Die Flachonanisten, hoch bezahlt und inkompetent bis ins Mark.

Dienstanweisung : Kommen wir mit einem technischen Problem nicht klar, ist dem Kunden mitzuteilen, daß er nicht in der Lage ist einfachste Abläufe zu begreifen
.
Telekom, Post, Postbank. etc sind nie Schuld, weil erhaben über die Unzulänglichkeiten des täglichen Daseins.

Mein Problem, um an den Anfang meines Erbrechens zu kommen, ist der Speedport  W 700 V .
Die Konfiguration dieses Gerätes ist in jeder Hinsicht unter aller Kajüte.
Ich bitte um baldige Abhilfe in Form eines Antwortschreibens an mich.
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18. Oktober 2008 6 18 /10 /Oktober /2008 21:37

Also im Gegensatz zu dem, was R.-R-sonst von sich gibt, fand ich die Kritk, die er beim Deutschen Fernsehpreis übte doch ziemilch harmlos. Dass daraus wieder ein "Skandal" gemacht wird, spricht ja nur wieder für seine Kritik. Das ist nur vordergründiges Aufblähen, obwohl tatsächlich jeder weiß, wie es um das Deutsche Fernseprogramm steht.
Ok, es gibt noch einige Formate außer auf Arte und 3-Sat, die nicht Niveaulos sind, aber insgesamt hat er völlig recht. Und diese Kritik wurde schon mehr als dieses eine Mal geäußert. An siversen Stellen. Nur er hat es auf die allercoolste Art gemacht, nämlich bei der Preisverleihung für eben jenes Fernsehn.
Wenn ich alleine jetzt schon wieder sehe, was gerade bei mir im Wohnzimmer nebenbei läuft, dann könnte ich reiern. "Ab durch die Wand" auf RTL. Wiedermal strotzt die Sendung vor langweiligen B-Promis und die Moderatoren sind an Schlechtigkeit nicht zu übertreffen. Und ich habe es laufen ...
Naja, auf der anderen Seite muss Niveaulosigkeit und Anspruch auch einfach mal passé sein, wenn man einen anstrengen Tag hinter sich hat. Dann darf man sich auch ruhig berieseln lassen. Nur sollte diese Art von Programm einfach nicht dominieren.
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2. Oktober 2008 4 02 /10 /Oktober /2008 10:45

Man sollte annehmen, in den Zeiten der Globalisierung dürfte es kein Problem mehr sein, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Das Web 2.0 hat seine Fühler in alle Richtungen ausgestreckt und vernetzt jeden mit jedem. Es ist uns möglich uns mit Leuten zu unterhalten, die tausende Kilometer weit weg wohnen. Es ist möglich, mit diesen Leuten zu spielen, zu chatten, Bilder zu tauschen etc.

 Ebenso ist uns die Möglichkeit gegeben, lange verloren geglaubte Freunde wieder zu finden. Wer-kennt-wen oder MeinVZ bzw. StudiVZ helfen uns dabei (um nur die populärsten zu nennen).

Per ICQ, MSN oder Skype schreiben und sprechen wir miteinander. Man addet sich gegenseitig in diversen Listen um zu sehen, wann der andere online ist um miteinander zu schreiben oder zu spielen (PS3-Network oder Xbox Live).

Uns stehen also unzählige Möglichkeiten offen, Leute kennen zu lernen, wieder zu finden etc. Die Bekanntheitslisten via Internet wachsen ins unermessliche und man wundert sich, dass man bei MeinVZ wahnsinnig viele Freunde hat.

Trotzdem erlebe ich es privat als auch auf meiner Arbeit und anderswo sehr, sehr oft, dass die Leute isoliert leben. Die Freundeskreise bestehen zumeist aus ein oder zwei Personen. Viele beklagen sich darüber, zu vereinsamen. Vielen Menschen fehlen wirkliche Freunde. Es ist so einfach, über das Internet Kontakte zu knüpfen und aufrechtzuerhalten, aber Auge in Auge Kontakte zu knüpfen ist nur noch den wenigsten Menschen möglich.

Was kann man nun dagegen tun?

Vielleicht sollte man einfach mal auf die alten Gewohnheiten verzichten und rausgehen.

Wenn wir ein Wissensdefizit haben, dann gucken wir bei Wikipedia oder googeln kurz nach der Antwort auf alle unsere Fragen. Wie wäre es stattdessen einfach mal, in eine Bücherei zu gehen? Oder mit Leuten zu sprechen, die sich mit bestimmten Themen gut auskennen? Denn das Internet ist nicht wirklich ein unerschöpflicher Quell des Wissens. Und durch das besagte Web 2.0 ist es auch kein Problem mehr, sich völlig falsch zu informieren. Durch den direkten Kontakt erlebt man etwas, hat etwas zu erzählen und trifft Leute. Und stöbert man nur in der Bücherei, so ergibt sich doch vielleicht das ein oder andere Gespräch.

Was noch? Einkaufen im Internet ist das selbe Thema. Ob wir etwas bei Ebay ersteigern, bei Amazon kaufen, die Preise auf billiger.de vergleichen, Testberichte über die Stiftung Warentest einholen und so weiter. Für nichts davon müssen wir noch in ehrlichen Kontakt mit anderen Menschen treten. Mit ein paar Klicks haben wir unsere Bedürfnisse erfüllt und wägen uns weiter in den unendlichen Kontakten, die wir doch haben. Wovon aber auch die meisten vorgehen wie wir und keinen wirklichen Kontakt zu wünschen scheinen.

So trifft man Leute aus seiner Freundesliste plötzlich im realen Leben und steht wie der Ochs vorm Berg. Man hat sich nichts zu erzählen, außer dem üblichen, drögen Smalltalk, kommt in kein tieferes Gespräch. Komisch. Dabei hat man doch mit eben jener Person vor kurzem via Forum noch eine so heftige Diskussion gehabt. Im rechtschreibfreien Raum wird mit allem gekämpft, was die Tastatur zu bieten hat. Smileys jagen verworrene Zeichensätze, die mit zusammengekniffenen Augen plötzlich ein wahnsinnig kreatives Bild ergeben. *lol*s jagen *schmunzel*s, dann wird einem mal *über den Kopf streichel“, dann wird wieder ge *brüll* t. Aber im echten Leben ist das Gespräch meist nach ein paar Floskeln beendet.

Zurück zum Einkaufen via Internet: Geht in die Geschäfte, lasst euch an verschiedenen Stellen beraten, vergleicht verschiedene Händler, stöbert auf Flohmärkten und kommt mit anderen Interessierten in Gespräch.

Spiele, die man sich kaufen möchte kann man sich im Internet angucken. Man schaut sich auf YouTube das Gameplay an, liest auf Spieletipps.de Testberichte und tauscht sich in Foren darüber aus.

Man könnte sich allerdings auch einfach mal mit Leuten treffen, die solche Spiele habe um gemeinsam zu zocken und auszuprobieren. Da kann das Spiel als Kommunikationshelfer dienen.

So gibt es noch viele andere Beispiele die dazu beitragen, dass wir uns immer mehr isolieren. Man sollte die Augen offen halten und genau überlegen, warum man so wenig Freunde hat. Oft steckt Bequemlichkeit dahinter. Durch das Suchen von Alternativen zu den gewohnten Verhaltensmustern eröffnen sich relativ schnell Wege, wie es auch anders laufen kann.

Bzgl. des Allein-Seins siehe auch das erste Lied hier:
Kolossia macht Musik (Videos)

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16. Juni 2008 1 16 /06 /Juni /2008 21:19
Dass Deutschland verdummt, ist nicht abzustreiten und praktisch erwiesen. Hierfür empfehle ich übrigens das Buch "Generation Doof". Einfach mal bei Amazon.de gucken.
Da regt man sich gerade noch über diese unerhörte Schlagzeile in der polinischen Zeitung auf, wo Ballack und Löw geköpft sind, und dann liefern wir den nächsten peinlichen Auftritt. Nicht, dass geköpfte Personen wahrlich geschmacklos sind, aber unsere Schlagzeile zeugt mal wieder von der unendlichen Dummheit, die diesem Land innewohnt.
"Auf WIENERsehen ihr Ösi-Würstchen" lautete die Schlagzeile der heutigen Ausgabe der BILD-Zeitung. Darunter war die österreichische Nationalelf abgebildet, deren Unterkörper aussahen wie besagte Würstchen.
Wirklich zum Brüllen komisch. Eigentlich nur dumm und infantil. Aber das ist genau das, was die Masse schluckt und wo 75% (wenn nicht noch mehr) zustimmend nicken.
Kann das einstige Land der Dichter und Denker sich nicht mal souverän geben? Können wir nicht mal zeigen, dass wir uns nicht auf dummes, diskriminierendes Niveau herunterlassen und einfach gelassen sein und die Dinge etwas, nur etwas objektiver betrachten.
Nein, wir lassen uns auf Kindergartenniveau herrunter und machen uns wiedermal unbeliebt.
Armes, armes Deutschland, das unter der Diktatur der Medien leidet.
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12. Juni 2008 4 12 /06 /Juni /2008 22:23
Ja, richtig gelesen. Mir geht dieser schon angesprochene Möchtegern-Hype auf die Nerven. Wenn Deutschland jetzt rausfliegt, dann interessiert sich wieder kaum einer für den Rest der EM. Dann herrscht erstmal wieder Staatstrauer, die Fahnen hängen auf Halbmast, Angela Merkel guckt betroffen. Ach ne, das macht sie ja immer.
Und zwei Wochen später ist das Thema bereits wieder passé.
Und auch diese öden Fußball Schlagzeilen à la "Podolski soll ausgebürgert werden" und der ganze Mist. Weg damit. Gibt es denn nichts wichtigeres? Was ist zum Beispiel mit den Rettungsaktionen in China und Burma? Wie geht es den Leuten, wie läuft der Aufbau. Werden weitere Spenden benötigt? Wie läuft es mit China und Tibet? Findet die verkackte Olympiade tatsächlich statt?
Nein, wir zermartern uns den Kopf darüber, wieso wir in einem polnischen Blatt, zugegeben geschmacklos, karikiert werden.

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6. Juni 2008 5 06 /06 /Juni /2008 19:55
...auch wenn es alle versuchen.
Das "Sommermärchen" der WM war wirklich beeindruckend. Dieses Wir-Gefühl, Deutschland ist wieder wer, sympathisch, weltoffen. Haben ein recht gutes Bild abgegeben.
Nun wird natürlich versucht, diese Stimmung erneut zu produzieren. Damals entstand sie jedoch spontan und ungezwungen. Nicht-Fußball-Fans ließen sich mitreißen von der übermächtigen Euphorie in Anbetracht der Hoffnung auf den WM Titel.
Heute haben alle Veranstalter und die Medien die Dollars in den ugen und denken, die könnten diese Stimmung erneut herbeiführen.
Ich denke, das wird nicht funktionieren.
Erstens ist es nur die Europameisterschaft. Wenn wir gewinnen, na gut, dann sind wir halt Europameister. Find ich aber ehrlich gesagt nicht so besonders. Weltmeister zu sein klingt doch ganz anders, denn dann schaut die ganze Welt auf einen und denkt "Wow, die können aber toll Fußball spielen".
Zweitens findet die EM bei den Ösis und in der Schweiz statt und nicht bei uns. Also rein geografisch schon ein enormer Unterschied.
Mal sehn, ob meine Prognose stimmt.
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5. Juni 2008 4 05 /06 /Juni /2008 17:04
Wenn wir davon ausgehen, dass wir nach dem Tod irgendwann einfach mit dem Bewusstsein erwachen, einem neuem Leben innezuwohnen, dann ist alles verloren, was in unserem vorigen Leben Wert hatte und was wir wussten. Wir stehen als unbeschriebenes Blatt auf der Welt, beginnen von Anfang an, obwohl wir vielleicht schon einmal gelebt haben, was aber nicht zu beweisen ist.

Ist doch irgendwie schade, oder nicht?

Wüsstet ihr nicht gerne, was aus euren Nachfahren geworden ist, wenn ihr als "Fremder" die Welt erblickt? Alles, was damit im Zusammenhang stand ist verloren, auch sämtliche Gefühle. Können wir unserem neuen Ich einen Hinweis darauf geben, wer wir einmal waren?
Ich drücke es mal ganz plakativ aus: Ich gebe einen Hinweis, schreibe eine Nachricht, veröffentliche ein Buch oder lasse riesige Bauwerke errichten, die meinen Namen nennen oder mich erklären. Woher soll ich in meinem neuen Leben jedoch wissen, dass diese Hinweise auch für mich gedacht sind?
Täglich werden rund 221.000 Menschen geboren (für weitere Statistiken siehe
hier)
Es gibt also unglaublich viele Menschen, für die diese Zeichen sein könnten. Unmöglich herauszufinden, dass nur eine einzelne Person gemeint ist. Ich weiß nicht, wieviel da dran ist, sich per Hypnose in sein altes Leben rückführen zu lassen. Dann könnte man seinem alten Ich auf die Spur kommen. Aber dafür müsste man erstmal auf die Idee kommen, sich rückführen zu lassen. Ich persönlich habe es zum Beispiel nicht vor, weil ich nicht daran glaube. Warum sollte es dann also die Person tun, die ich im nächsten Leben bin, bzw. durch dessen Augen ich sehe? Ein unlösbares Problem?
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5. Juni 2008 4 05 /06 /Juni /2008 16:49

Ich bin wie ich bin. Es gibt keinen Zweifel daran, dass es so richtig und gut ist, wie ich lebe, was ich für Einstellungen habe, wie meine Ansichten sind und wie ich die Welt im Ganzen betrachte.
Andere Menschen behaupten das ebenfalls von sich, auch wenn sie vielleicht das genaue Gegenteil von mir sind.
Wie kann das aber sein?

Wenn ich mir vorstelle, dass ich sterbe und natürlich nicht auf saftigen, grünen Auen im Paradies tänzel, sondern schlicht und einfach plötzlich ein neues Leben habe, als komplett andere Person irgendwo auf diesem Planeten, dann beunruhigt mich das. Wieso werde ich dann, der ich dann nicht mehr ich bin, der ich vorher war, auch so anders denken? Warum könnte ich mich zum Beispiel nicht für Musik interessieren, wobei ich doch als der, der ich jetzt bin, weiß, wieviel Freude sie einem bereiten kann?
Versteht ihr, was ich meine? Ich weiß, dass es Dinge gibt, die wirklich gut sind. Aber ich fürchte mich davor, dieses Wissen zu verlieren, wenn ich ein anderes Leben bestreite.

Natürlich wirft sich die grundsätzliche Frage auf, was nach dem Tod geschieht. Und dieses Thema wird ja schon seit Anbeginn der Zeit diskutiert. Aber niemand weiß es wirklich.
Paradies, Nirvana und der ganze Kram. Alles nur Produkte der Fantasie.
Ich glaube, dass irgendwann einfach ein neues Leben beginnt, ohne einen einzigen Anhaltspunkt, wer wir mal waren.
Lässt sich das überhaupt herausfinden?
Dazu aber mehr im nächsten Blogeintrag.

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