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3. Dezember 2008 3 03 /12 /Dezember /2008 08:43
 

Wie ich hier so sitze und über meine Arbeit nachdenke, bleiben meine Gedanken an den Patienten hängen, die aufgrund von Lebenskrisen hier gelandet sind. Viele gibt es hier, die depressiv sind. Psychosen und andere Störungen, die unter Zuhilfenahme von Medikamenten behandelt werden müssen, haben nur einen relativ geringen Anteil. Bei den meisten ist diese Krankheit genetisch veranlagt.

Doch die Depressionen, oft als neue Volkskrankheit bezeichnet, haben eindeutig überhand. Fast immer gibt es dabei naheliegende Gründe, die zum Ausbruch dieser Krankheit geführt haben.

Diese Krankheit hat meiner Meinung nach ihre Ursprünge in dem soziokulturellen Umfeld, aus dem die Betroffenen stammen.

Nach Überzeugung so mancher Wissenschaftler sind viele Depressionen organisch bedingt. Dabei kommt es zu Störungen im Gehirnstoffwechsel, wodurch positive Gefühlssignale vermindert und negative verstärkt würden. Ob das so richtig ist kann ich nicht beurteilen, da mir dazu das medizinische Hintergrundwissen fehlt, das eine fundierte kritische Auseinandersetzung mit diesen Inhalten rechtfertigt. Ich mache mir nur meine Gedanken zu diesem Thema unter nicht wissenschaftlichen Aspekten.

So ist es zunächst verwunderlich, dass Depressionen gerade in den ärmsten und geplagtesten Ländern der Welt kaum von großer Bedeutung sind. Urwaldvölker leben zufrieden bis ans Ende ihrer Tage. Die Industrienationen, die reichsten Länder der Welt, greinen und zermürben sich die Köpfe, wie schlecht es ihnen doch geht.

Worauf ich hinaus will, ist der Umgang mit dem eigenen Glück. Wie kann ich in dieser Welt existieren, ohne mich von der mich ständig umgebenden Schlechtigkeit einstampfen zu lassen?


Ich gebe nun meine Ansichten zu einem glücklichen Leben wieder. Nicht jeder muss sich darin erkennen oder gar das Bestreben haben, diese ungefiltert zu absorbieren, doch ich möchte zum Nachdenken anregen. Kann ich an meiner Situation wirklich nichts ändern? Bin ich auf dieser Welt, um mich fertig machen zu lassen? Und sei es nicht von anderen, dann von meinem eigenen Pessimismus? Habe ich mein Glück nicht in meiner eigenen Hand?


Es gibt Menschen, sehr viele sogar, die glauben an einen oder mehrere Götter. Doch gerade in unserer westlichen Welt scheint das nicht besonders gut zu funktionieren. Laut Studien suizidieren sich in Deutschland jährlich rund 11.000 Menschen. Das übersteigt die Zahl der Todesopfer durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten, Drogen und Aids zusammen. Und das, obwohl wir so gottesgläubig sind? Was macht dieser Gott falsch, dass er uns nicht davor bewahrt, uns und unseren Familien und Freunden solches Leid zuzufügen? Und dabei ist der Selbstmord sogar eine Todsünde, da man damit Gottes Entscheidungsgewalt untergräbt.

Bevor ich zu blasphemisch werde, sage ich ganz offen heraus, dass alle, die an Gott oder etwas ähnliches Glauben, sich etwas vormachen. Nun, es ist eine nette Vorstellung, jemanden zu haben, der ja eigentlich über einen wacht. Wenn das Leben dann beendet ist, dann geht es ab in den Himmel oder, ach du Schreck, in die Hölle. Ohjeohje. Auch das noch. Dass diese Ansichten von Gut und Böse aus lange vergangenen Zeiten stammen, in denen noch an Hexen, Dämonen und allerlei anderen mythischen Firlefanz geglaubt wurde, scheint niemanden zu interessieren. Das bedeutungsvollste Märchen aller Zeiten, die Bibel, hat ein paar nette Grundaussagen zum respektvollen Umgang miteinander, die sich jedoch im Kontext so manch einer Geschichte selbst neutralisieren.

Doch die Bibel, der Koran ganz besonders, werden immer anders ausgelegt. Das ist fürwahr nichts neues. So fokussieren dann die meisten Menschen auch die eben angesprochenen Verhaltensweisen und versuchen damit glücklich zu leben.

Dass diese Verhaltensweisen eigentlich nur dem gesunden Menschenverstand entsprechen ist ebenfalls kein Geheimnis.

Doch ich möchte nicht weiter auf Bibel- und Glaubenskontroversen eingehen.

De facto ist es so, dass diese Erde, auf der wir uns viral vermehrt haben, ein mehr oder weniger glücklicher Zufall ist. Wir sind nicht mal ein Staubkorn im Universum. Ein unbedeutender Hauch in den unendlichen Weiten. Unser Leben hängt am seidenen Faden, wenn man bedenkt, dass wir beinahe täglich interstellaren Katastrophen entgehen. Wir befinden uns in einer Phase, in der es, rein statistisch gesehen, langsam mal wieder Zeit wird, vollständig ausgelöscht zu werden. Ich meine damit von Außerhalb. Einer der unzähligen Asteroiden, die einen Arsch breit an uns vorbeiziehen wird es irgendwann nicht lassen können, uns ein Branding zu verpassen. Dann wärs das auch schon gewesen.

Trübe Aussichten. Es gibt keinen Gott, wir sind ein nettes Intermezzo in den Jahrmilliarden des Nichts und können nichts dafür und dagegen tun. Naja, dagegen kann man schon etwas tun. Die Menschen sorgen stetig dafür, dass sie ihren so seltenen Planeten zu Grunde richten. Da hat man einmal die Chance, so etwas mitzumachen, dieses „Leben“, und dann tut man alles dafür, dass es möglichst nicht zu lange währt.

Man kann sich an nichts festhalten. Man wird in dieses Leben geworfen, lebt und stirbt irgendwann wieder. Dann kommt nichts. Kein Gott, kein Paradies, kein Himmel, keine Hölle, keine Wiedergeburt, kein Nirwana. Nichts. Schwärze. Es kann uns so egal sein, was kommt. Uns war auch egal, was seit Anbeginn der Zeiten bis zu unserer Geburt passiert war. Genau das selbe passiert nach unserem Tod. Einfach nichts. Wir verrotten und sind irgendwann vergessen. Wenn unsere Welt dann irgendwann ausgelöscht wird, dann haben wir nie existiert.

Düstere Zukunft. Eigentlich ist alles egal, was man macht. Ob man nun glücklich und zufrieden oder depressiv ist. Am Ende ist es einfach egal, was geschehen ist.

Doch wer diese Einstellung teilt, und sie unter den Gesichtspunkten der Hoffnungslosigkeit sieht, und diese Gedanken stets mit sich herum trägt, der hat bald verloren.

Auch wenn dies meine Ansicht der Welt und des Lebens ist, so bin ich nicht suizidal oder pfeife auf alles, was passiert.

Sollten wir nicht diese Gelegenheit nutzen und einfach das Beste daraus machen?


Die Suche nach dem Sinn des Lebens beschäftigt die Menschen seit Anbeginn ihrer Existenz. Doch ich sage, es gibt keinen Sinn darin. Wir haben uns nicht ausgesucht zu leben, sondern wurden einfach in dieses Leben hineingeworfen.

Nun gilt es, dieses Leben zu meistern. Der einzige Weg, dieses Leben glücklich zu verbringen besteht darin, die innere Einstellung dazu realistisch zu sehen und zu wissen, dass man selber für sein Glück verantwortlich ist.

Im Buddhismus heißt es, dass das Leben Leid ist und das Nirwana das Ziel.

Bei mir heißt es, dass Freude und Leid ambivalent existieren und das Ziel im eigenen Glück verborgen liegt. Keiner will sein Leben durch Leid dominiert sehen. Doch man wird daran gehindert, neben dem Leid die Freude auszuleben.

Das Leid fügen wir uns selbst zu. Durch Grenzen, durch Auflagen, durch Normen und Bestimmungen. Durch Erwartungen und dem Bestreben, allem gerecht zu werden.


Nichts müssen

Doch für wen machen wir dieses Spiel mit, wenn es doch am Ende niemanden mehr interessiert? Am Ende zählt nur noch, ob man mit seinem Leben zufrieden war. Ob man glücklich war und denkt „Ich habe es erfolgreich gemeistert.“

Von daher sehe ich es nicht ein, mich in der Bestreitung meines Lebens derart von äußeren Einflüssen beeinträchtigen zu lassen.

Es gibt nichts auf dieser Welt, was man muss. Man will.

Ich werde mal etwas konkreter anhand eines Fallbeispieles:


Herr M. quält sich aus dem Bett. Wie jeden Morgen ist er hundemüde und stöhnt bei dem Gedanken daran, nun wieder schuften gehen zu müssen. Aber er muss ja. Sein Lebensunterhalt muss gedeckt sein, seine Versicherungen bezahlt werden, das Haus muss abbezahlt werden. Wenn er nicht arbeiten geht, dann kann er sich nichts mehr leisten und muss jeden Cent zigmal umdrehen. Seine Frau wird unzufrieden mit ihm sein.

Davon abgesehen läuft es mit seiner Frau auch nicht mehr so richtig. Seit etlichen Jahren sind sie nun verheiratet und leben doch aneinander vorbei. Mehr Gewohnheit als Liebe lässt sie ihre Tage miteinander verbringen. Die Kinder sind längst aus dem Haus und leben ihr eigenes Leben.

Herr M. geht in die Küche und überfliegt die aktuelle Zeitung, während er seinen Kaffee trinkt. Die Meldungen sind die gleichen wie immer: Politisches Geschwafel und Lügen noch uns nöcher. Hinter allem stecken korrupte Firmen, die Mächtigen drehen sich die Dinge wie sie wollen. Und hinter allen steckt die Gier nach Geld.

Herr M. kann es nicht fassen, dass die Menschen so blind sind, und die Lügen dahinter nicht erkennen. Dass er als Bürger nur ein Spielball ist. Allen wird etwas vorgemacht, ein Netz aus Intrigen und Verlogenheit.

Herr M. schlägt resigniert die Zeitung zu und tritt über die Schwelle seiner Türe, über der ein verstaubtes Holzkreuz hängt.

Er fährt zur Arbeit, die er eigentlich gar nicht mehr ausstehen kann, und macht seinen Job.

Am Abend kommt er heim, lässt sich vom Fernsehen berieseln und schläft schließlich ein.

Zehn Jahre später erleidet Herr M. einen tödlichen Herzinfarkt und verblasst innerhalb kürzester Zeit aus den Erinnerungen derer, die vielleicht noch an ihn denken.

Seine Arbeitskollegen sind die ersten Monate traurig verstimmt, nicht alle, dann geht das Leben weiter.

Herr M. hatte ein Leben zur Verfügung. Er wird nicht wiederkommen, er wird nirgends harfespielend auf einer Wolke sitzen und lächelnd gen Sonnenuntergang blicken. Er wird auch nicht als Geist unter uns weilen und das tun, was er möchte. Ebenso wenig wird er wieder geboren und alles anders machen. Wenn er nochmal das Leben durch die Augen eines anderen sieht, ohne sich dessen Bewusst zu sein, dann wird er es ähnlich machen.


Musste Herr M. sein Leben so gestalten? Seiner Ansicht nach ja. Er musste beispielsweise arbeiten gehen, damit er etwas zu essen hatte und sein Häuschen bezahlen konnte.

Doch in der Beziehung sollte man umdenken. Niemand muss etwas tun. Herr M. will etwas essen. Herr M. will arbeiten gehen, damit er essen kann. Herr M. möchte auch gerne dieses Haus haben. Davon hatte er immer geträumt. Er möchte es bezahlen, weil er es behalten will.

Das ist natürlich etwas plakativ ausgedrückt, aber vom Grundsatz her sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man all die Dinge, die man tagtäglich tut und von denen man sich unter Umständen belastet fühlt, eigentlich will. Wir wollen in dieser luxuriösen Gesellschaft leben, wir wollen daran teilnehmen und unseren Lebensstandard halten. Der Preis dafür ist, das wir auch etwas dafür tun.

Wenn wir das nicht wollen, dann können wir es auch anders haben.

Von jetzt auf gleich.

Es glaubt einem kaum einer, wie leicht es ist, einen Schlussstrich zu ziehen. Einfach zu sagen: „So, ich habe darauf jetzt keinen Nerv mehr. Dieser Job ödet mich an, das ist nicht die Arbeit, mit der ich glücklich werde.“ Ich kann sehr wohl damit Geld verdienen, aber ist es das, was ich in diesem einzigen Leben das ich habe, wirklich tun will?

Gesunder Egoismus ist ein Pflasterstein auf dem Weg zum Glück. Die eigenen Interessen stehen im Vordergrund. Doch sollte man nicht nach der Devise „Nach mir die Sintflut“ handeln. Damit macht man andere Menschen unglücklich, die vielleicht in ihrer Art zu leben zufrieden sind. Dass sich diese eventuell durch das mangelhafte Verhalten ihrer Mitmenschen ins Unglück stürzen lassen, hängt wiederum auch mit deren inneren Einstellung zum Glück zusammen. Wenn wir das Leben gelassen betrachten und den richtigen Weg im Kopf haben, dann werfen uns solche Ereignisse nicht aus der Bahn. Es kann umdisponiert werden, es können Alternativen gesucht werden.

Dieser Schlussstrich lässt sich auf den Job, die Beziehung, die Umgebung und das Eigentum beziehen.

Warum müssen wir an einem Ort festsitzen bis an unser Lebensende? Weil wir es wollen. Wir wägen uns in Sicherheit und regen uns trotzdem über alles auf, was unser Leben stört.

Nehmen wir als Beispiel jetzt mal die schlechten Nachrichten in der Zeitung oder auch im Fernsehen. Herr M. regt sich furchtbar darüber auf, wie schlecht doch die Welt ist. Und macht sich damit unglücklich.

Muss das sein? Oder müssen wir die Augen vor der Schlechtigkeit verschließen?

Nein. Wir sollten schon mit offenen Ohren und Augen durch die Welt gehen, um uns nicht an der Nase herumführen zu lassen. Doch was hilft es, sich darüber aufzuregen, dass eigentlich alles nur Lug und Trug ist? Entweder Herr M. versucht aktiv die Umstände zu ändern, die dafür sorgen, oder er belässt es so.

Die ausgesprochen komplexen Dinge, die Vernetzungen in der Politik und in den großen Firmen, die krummen Dinger, die überall gedreht werden, lassen sich ohne Weiteres nicht ändern. So sind die Menschen.

Schlauer wäre, sich davon nicht beeinflussen zu lassen. Das Zauberwort heißt „ausbrechen“. Nicht zu verwechseln mit „abhauen“. Wir können Alternativen suchen:

Das Essen ist mit Zusatzstoffen durchsetzt, gespritzt, genmanipuliert, wurde unter unmenschlichen Bedingungen geerntet? Ökologisches Zeug kaufen oder selber anbauen. Da nicht jeder so denkt, sondern nur ein geringer Teil der Bevölkerung, werden dadurch auch keine Arbeitsplätze gefährdet, wenn man umdenkt.

Die Energie ist zu teuer. Ständig steigende Stromkosten, Wasserkosten? Die ätzenden Großkonzerne spielen sich das Geld gegenseitig in die Taschen und belachen sich darüber, dass wir als Normalbürger verärgerte Kommentare in der BILD-Zeitung abgeben? Wie wäre es zum Beispiel mit einem Passivhaus? Damit entziehen wir uns gleich dem Stromkonzern sowie den Wasserwerken.

Dahingehend gäbe es noch unzählige Beispiele.

Ausbrechen bedeutet auch, die eigenen Mauern zu sprengen, die uns daran hindern, unser Nest zu verlassen.

Wenn wir doch von der großen weiten Welt träumen, wenn wir doch irgendwann mal in ein fernes Land wollen, warum tun wir das dann nicht? Warum brechen wir nicht einfach aus dieser Welt aus und ziehen von dannen? Was haben wir zu verlieren? Warum sollen wir uns nicht auf die Suche nach dem eigenen Glück begeben?

Bei vielen ist es die Angst. Und damit komme ich auch wieder zurück zu meinen Patienten.

Die Angst und die Hoffnungslosigkeit, an ihrer Situation nichts ändern zu können treibt viele in die Depression. Dabei sollte man sich nur vor Augen führen, wofür man lebt. Wie wäre ich glücklicher? Wie hätte ich mir mein Leben anders vorgestellt?

Wenn man sich diese Fragen beantwortet hat, dann sollte man versuchen, einen anderen Weg einzuschlagen. Es ist nie zu spät und man bekommt so viele Chancen, wie man sich selbst gibt. Selbst im hohen Alter ist es noch möglich, plötzlich etwas ganz anderes zu tun.

Dazu gehört jedoch mehr als Mut. Es muss die wirkliche tiefe Überzeugung sein, dass man etwas ändern möchte. Man kann!


Ich werde oft gefragt, warum ich so gelassen und ruhig bin.

Dazu muss ich jedoch sagen, dass ich aktuell nicht immer so gelassen bin. Meine beiden Kinder, die in ihrer kindlichen Naivität ausgesprochen anstrengend sind, die ich aber über alles liebe, lassen meine Ruhe so manches Mal dahin schwinden. Dann überkommt mich auch das allgemeine Gefühl, besonders gestresst zu sein. Dann nervt es mich.

Doch wenn ich dann, wenn wieder etwas Ruhe im Haushalt eingekehrt ist, darüber genauer nachdenke, dann werde ich mir bewusst, dass es das ist, was ich wollte. Es ist ein Pflasterstein zum Glück. Ich freue mich noch im Nachhinein über jede Satz meines ersten Sohnes, über das Staunen über die Welt meines zweiten Sohnes. Ich muss jedoch lernen, in dieser Beziehung meine Lebensansichten auf diese Situationen zu übertragen. Auch mir fällt das mitunter schwer.

Aber ansonsten bin ich wirklich die Ruhe selbst. Ich lasse mich nur selten von irgendeiner Hysterie anstecken über die Ärgernisse des Alltags. Ich weiß, dass es vorbei geht. Früher oder später, so oder so.

Meine Devise lautete also: Jeder kann glücklich leben. (Kriege und andere Bedrohungen natürlich ausgeschlossen.)

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Published by Kolossia - in Ansichten
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Kommentare

Inqy 01/21/2011 03:09



Kurzum: Ich habe Angst, nicht die Zeit zum Ausprobieren zu haben.



Inqy 01/21/2011 03:06



Dito!...


Auch mir ist aufgefallen, dass viele Menschen in meinem Umfeld sich von hohen Erwartungen und Normen treiben lassen. Und bisher ists mir ganz gut gelungen, mich nicht zu sehr von allem/allen
stressen zu lassen. Jetzt stehe ich aber vor dem Problem, nicht genau zu wissen, was ich studieren soll: Was mich letztendlich noch davon abhält die Richtung einzuschlagen, die mir im moment für
mich am besten erscheint (Musik/Komposition/Kunst) ist die unsicherheit... Ich habe Angst, dass mich die Richtung enntäuscht und ich dann zu viel Zeit auf diese Erfahrung "verschwendet" habe. Ich
habe Angst, dass das was mich an Musik interessiert eher ein Hobby ist und ich beruflich lieber Abwechslung hätte...



madame federkiel 12/04/2008 14:13

Ich glaube, je mehr der Mensch sein Ego pflegen kann und aus den Augen verliert, dass er Teil einer Gesellschaft ist, je schwerer fällt es ihm zu akzeptieren, dass er geneuso wichtig oder unwichtig ist für diese Welt, wie alle anderen.Das Leben als Chance, als spannende Herausforderung zu verstehen, ist in unserem Land gegen Bequemlichkeit und Individualismus=Vereinsamung eingetauscht worden. Familie als sozialer Verband besteht kaum noch.Menschliche Werte sind genauso bedeutungslos geworden, wie menschliche Leistung und sind ersetzt worden durch Besitztum und schönen Schein. Wer meint, sich den heutigen Normen entsprechen zu müssen, verliert sich schnell selbst aus dem Blick und seine Seele verkümmert.Im Korsett der Versagensangst einer "wir-wollen-Spaß-Gesellschaft" muss wirkliche Lebensfreude zwangsläufig verkümmern. Der Mutterwitz hat sich längst vom Acker gemacht!Meine Gedanken über "Gott und die Welt" hier:http://klar-text.over-blog.com/article-13986382.htmlhttp://klar-text.over-blog.com/article-15425416.htmlMeine unmaßgebliche Meinung halt... ;o)

tasha 12/04/2008 13:51

amen, amen, amenamenamen....dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Helene 12/04/2008 12:58

Hey, das Problem ist - ich seh die Tippfehler in meinen Kommentaren immer erst hinter herSehr gern geschehenherzlichstHelene