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22. Juli 2008 2 22 /07 /Juli /2008 00:58
Natürlich habe auch ich enorme Selbstzweifel. Gerade dann, wenn ich lese, was man alles falsch machen kann. Ein Buch zu veröffentlichen ist wirklich mein Traum. Aber insgeheim habe ich nicht die allergrößten Hoffnungen, bei einem Verlag Fuß zu fassen.
Aber dann sah ich vor einigen Nächten folgendes, was mir neuen Mut gab.

Es geht um einen jungen Kerl, 17 Jahre alt, der mit 14 bereits angefangen hat, zu schreiben. "Das kann doch keinen geben, es sei denn, er ist das Supertalent.", dachte ich mir.
Ich habe mir also die Leseprobe seines gerade erschienen Buches, "Shawn Stone - Die Macht der Magie", angeschaut.

Hier zu lesen

Und was fiel mir auf? Entspricht nicht gerade den Angaben, mit denen sich ein erfolgreicher Roman schreiben sollte.
Es ist überhaupt keine Spannung, die beim Lesen aufkommt, die Dialoge sind furchtbar (vorallem das mit den Mädchen und ihrem Horroskop), es befinden sich zahlreiche Fehler im Text, die Sprache ist salopp und wenig ausgereift, wie die der meisten 14-Jährigen halt.
Ich möchte damit natürlich nicht dem Autor zu nahe treten. Ihm gebührt großer Respekt, das Ding durchgezogen zu haben.
Wem man vielleicht nahe treten kann, ist dem Verlag. Denn dass dieser diesen Roman veröffentlicht hat, lässt mich aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.
Der Autor war sogar auf der Leipziger Buchmesse und hat Lesungen gehalten.

Das gibt mir Hoffnung, dass ich meinen Roman ebenfalls an den Mann kriege.

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Kommentare

Ulrike 07/24/2008 21:19

war nicht schlecht. und das muß man nicht nur an den Mann bringen, sondern auch an die Frau. Ahoi

Rainer Innreiter 07/24/2008 18:47

@ KagekoIch denke auch, dass die Veröffentlichung auf dieser Schiene verlief. Man denke zB an diese Jungautorin aus Frankreich, die mit ihren freizügigen Tagebucheintragungen Furore machte. Da ging es dann gar nicht um die Qualität der Texte selbst, sondern um die Jugend der Autorin, ob das überhaupt statthaft sei, mit 14 (oder wie alt sie war) über Sex und was weiß ich noch alles zu schreiben.Die Leseprobe hat mich jetzt auch nicht unbedingt überzeugt. Anscheinend war da der Beistrich-Fraß unterwegs - da fehlen ja mindestens die Hälfte der Kommata.Aber was soll´s: Vergönnen wir es dem jungen Mann und feilen wir weiter an unseren eigenen Karrieren. Mir fehlen auch nur noch knapp 300.000 Ränge auf Amazon, um Nr. 1 z werden. ;-)Grüße aus Österreich

Kageko 07/23/2008 01:02

Es ist eigentlich keine große Kunst, bei irgendeinem (es gibt ja so viele) Verlag unterzukommen. Man muss die Leute einfach "nur" überzeugen können.Das hat der Bursche, dessen Buch ich nicht gelesen habe, anscheinend getan. Vielleicht will der Verlag auch einfach nur sein junges Alter ausnutzen nach dem Motto: Oh, seht, welch Wunderkind!Beim kurzen Überfliegen des Verlagsprogramms konnte mich allerdings kein Buch (vom Cover her) wirklich überzeugen.Was mich eher interessieren würde: Was verdient denn der Junge an der Veröffentlichung?Das einzig schwierige an der Sache mit einem Verlag ist eigentlich nur, die Leute davon zu überzeugen, Geld in DICH zu investieren.

Kolossia 07/23/2008 08:38


Hm, das hört sich gut an. Also ich denke, dass ich die Leute überzeugen kann. Charisma habe ich wohl, zumindest wird mir das nachgesagt.