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23. Juni 2008 1 23 /06 /Juni /2008 10:33
Planetenforschung

"Phoenix" legt Eisklumpen auf dem Mars frei

Der Leiter der Nasa-Mission nennt es den "perfekten Beweis": Die amerikanische Raumsonde "Phoenix" ist mit ihrem Roboterarm auf einen Eisklumpen gestoßen, der dann an der freigelegten Oberfläche verdampft ist. Für die Wissenschaftler ist damit ausgeschlossen, dass es sich nur um einen Salzklumpen handelt.

 „Phoenix“ habe in einem mit ihrem Roboterarm ausgehobenen Graben in der Mars-Arktis Klumpen aus hellem Material fotografiert, die später nicht mehr da gewesen seien, teilte der wissenschaftliche Leiter der Mission, Peter Smith, mit. Dieses allmähliche Verschwinden deute darauf hin, dass es sich um Eis gehandelt habe, das an der freigelegten Oberfläche verdampft sei.

„Diese kleinen Klumpen sind im Laufe einiger weniger Tage vollständig verschwunden - und das ist der perfekte Beweis dafür, dass es Eis war“, erklärte Smith. „Es hat auch die Möglichkeit bestanden, dass es Salz war. Aber Salz kann so etwas das nicht“, sagte er zum Verschwinden der hellen Klumpen.

Die Klumpen wurden in einem Graben fotografiert, den die Sonde am 15. Juni vergrößert hatte. Dieser erhielt von den Wissenschaftlern den Namen „Dodo-Goldilocks“. Am 19. Juni stieß die Sonde im Graben „Snow White 2“ (“Schneewittchen 2“) auf eine harte Oberfläche. Wissenschaftler hoffen, dass es sich dabei um eine Eisschicht handelt.

„Phoenix Mars“ soll herausfinden, ob die arktische Region des Roten Planeten eventuell bewohnbar ist. Mit ihrem Greifarm entnimmt sie Bodenproben, und die Forscher hoffen, auf Eis zu stoßen.

Der Mars-Orbiter „Mars Odyssey“ hatte bereit 2002 Hinweise entdeckt, dass es in den Polarregionen des Roten Planeten Eis geben könnte.
Schlagworte
„Phoenix“ landete in einer Region mit polygonen Bodenformen, wie es sie auch in den Permafrost-Gebieten der Erde gibt.


Quelle: Welt.de

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