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23. Juni 2008 1 23 /06 /Juni /2008 09:41
Habe hier den allerersten Blogeintrag meines Lebens gefunden. War am 24.9.2007 auf My Space


Heute habe ich Nachtdienst. Naja, eigentlich. Stattdessen sitze ich hier um 0.53, bin völlig ausgeruht und beabeite mein MySpace-Profil. Aber nicht auf der Arbeit. Es lief so ab:
Ich glaube das erste mal, seit dem ich ein Kind habe, bekam ich die Gelegenheit so riiiichtig lange Heia zu machen. Und das, obwohl ich gestern erst um 3.00 ins Bett gewankt war. Ich schlief also bis 12.00 Uhr, als mich plötzlich ein wildes, unbarmherziges Klingeln aus dem Bett werfen wollte. Ich wusste bereits, dass es nur meine Frau sein konnte, die mich da auf die liebevollste ihrer Arten wecken wollte. Doch als ich im Begriff war aufzustehen, merkte ich, wie mein Hals ein Eigenleben entwickelte. Ich spürte, dass mein Geist vor meinem Körper das Bett zu verlassen versuchte. Jede einzelne Muskelfaser in meinem Hals spannte sich aufs äußerste ich in dem Moment wusste ich, dass ich heute nicht arbeiten gehen würde. Ich quälte mich unter donnerndem Türklingeln und Schmerzen aus dem Bett und eilte zur Türe.
Es war meine Frau. Sie sei davon ausgegangen, dass ich bereits seit 10.00 Uhr (!) wach gewesen sei. Nun, das war ich nicht. Sondern seit 30 Sekunden. Nur mein Kopf erinnerte noch an die Liegeposition, die ich noch kurz zuvor so genossen hatte. Er war nämlich schief. Aua, dachte ich. Mein Hals. Ich hatte ihn mir verrenkt. Und auch das morgendliche Toilettenwärmen durch PSP-spielen täuschte nicht darüber hinweg, dass ich mich in einer schwierigen Situation befand. Und es wurde immer schlimmer. Das Anziehen des T-Shirts wurde zu einer Tortur des ungezügelten Schmerzes.
Schließlich, 20 Minuten später, saß ich beim Arzt, welcher mir mit einer Spritze ein Lokalanästhetikum unter die Haut am Nacken setzte. Natürlich starb ich unter dieser Prozedur tausend Tode. Dann fragte mich dich Ärztin, ob wir zu Hause "Diclac" hätten. "Dicklack?" fragte ich. Ich sah meine schwangere Frau an, betrachtete meine Wampe und unterstrich das Volumen durch einen beherzten Klatscher auf dessen Oberfläche. "Man könnte zwar annehmen, dass wir davon reichlich zu Hause haben, dem ist aber nicht so." Ich wusste nicht, was die Frau meinte. Lachend sagte sie mir, dass sie Diclofenac meinte, den Wirkstoff, der in Fenistil ist. Naja, ich hielt mich über Wasser mir Ibuprofen und Dicklack und schon bald dachte ich "Hey, da kann ich ja morgen wieder arbeiten gehen." Ihr werdet es nicht glauben, aber ich befinde mich noch in dem Zustand, dass ich mich auf die Arbeit freue. Später, als die Medis nachließen, wurde es natürlich wieder genauso schmerzhaft wie vorher. Aber ich habe bei der ganzen Sache auch festgestellt, wie dezent man angestiert wird, nur weil man den Kopf ständig so belämmert schief hält. Dann doch das T-Shirt, das ich dazu anhatte: "Ich bin nicht wie die anderen, ich bin schlimmer!", das perfekte Bild eines Idioten.
Später machte es mir immer mehr Spaß, andere auf meine Behinderung aufmerksam zu machen.
 Wer die Pointe des Ganzen vermisst, der kann hier mal gucken:
 Die Pointe

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Published by Kolossia - in Privat
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