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18. Juni 2008 3 18 /06 /Juni /2008 00:36
Ich habe mal wieder Nachtdienst. Gerade habe ich die Medikamente für unsere 23 Patienten für den nächsten Tag gestellt. Jetzt gleich werde ich die Medikamentenbestellung für morgen machen.
Einige Patienten sind etwas unruhig, der eine hat nun schon bald 48 Stunden nicht geschlafen. Der andere hat wieder eine zunahme seiner psychotischen Symptomatik was sich in Missempfindungen des Körpers äußert. Aber insgesamt ist es ruhig. Ich arbeite ja auch auf einer offenen Station.

Bis vor einem Jahr habe ich noch auf einer geschlossenen Station gearbeitet und da ging es natürlich anders her. Irgendwie war es spannender. Naja.

Letzte Nacht hatte ich einen Traum, in den sich zum wiederholten Male eine ehemalige Patientin geschlichen hat. Es ist eine Patientin der geschlossenen, etwa so jung wie ich. Borderlinerin. Lag sehr oft in der Fixierung, da sie den Drang hatte, sich zu strangulieren. Sie liegt noch immer auf der Station. Seit bald 2 Jahren.
Ich habe geträumt, dass ich auf der Station arbeit und sich diese Patientin völlig verändert hat. Sie sah gepflegt aus, hatte die Haare nett gemacht, Make Up drauf getan und war total optimistisch und sehr gut drauf. Nichts mehr im Vergleich zu dem stagnierenden, melancholischen Zustand, mit dem ich sie in Erinnerung habe.
Dieser Traum hängt mir nun schon den ganzen Tag nach. Ich weiß nicht warum.

Ihr ist übrigens folgendes Gedicht gewidmet: Die Leiden der K.

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Published by Kolossia - in Psychiatrie
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