Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
8. Juni 2008 7 08 /06 /Juni /2008 08:06
Es ist gar nicht so einfach, ein Lied zu schreiben. Zumindest ist es das nicht, wenn man gewisse Ansprüche hat. Für einen Dieter Bohlen, der immer nach dem gleichen Prinzip vorgeht und naürlich auch entsprechend ausgestattet ist, ist das weniger ein Problem.
Aber wie komponiert unsereins? Ich meine auch nicht diejenigen, die vom Schicksal geküsst werden und morgens plötzlich eine super Melodie im Kopf haben, so wie Paul Mc. Cartney damals mit "Yesterday".
Nein, es geht um das ganz bewusste Komponieren.
Ich weiß nicht, womit ich anfangen soll.
Soll ich mir zuerst eine Melodie ausdenken und dementsprechend Akkorde oder Läufe überlegen und darauf den Text legen?
Oder fange ich mit Akkorden an, mit einem guten Rhythmus, lege darauf eine Melodie und den Text?
Oder schreibe ich wie wild Texte und gucke, wie man die in eine Melodie quetschen kann?
Diese drei Möglichkeiten gibt es und ich weiß einfach nicht, welche die Vielversprechendste ist.
Vielleicht kann ja einer der Blog-Leser seine Erfahrungen schildern.

Diesen Post teilen

Repost 0
Published by Kolossia - in Musik
Kommentiere diesen Post

Kommentare

Nils 02/15/2010 13:08


ich muss dir leider auch sagen das jeder seine eigene Methode hat und es kein optimales "Rezept" gibt. Aber Ich kann dir ein Paar Tipps geben, so wie ich es mache.

Also erst einmal kann es vielleicht für Einsteiger eine Hilfe sein sich Programme wie Tuxguitar oder eine Demoversion von Guitarpro downzuloaden. Denn damit kannst du deine Beispiele auch anhören
und wenn du einen Akkord nicht weist kannst du ihn auch nachgucken. Außerdem solltest du Auf Harmonien achte, d.h. nicht einfach willt drauflos komponieren, sondern auf kadenze achten. hier zum
Beispiel ein paar Akkorde die immer klingen:

C
G
F
D
B

Wenn du sie in einer Bestimmten Reihenfolge plazierst kannst du gelegentlich auch ein A verwenden. Bie den Intros(Hauptsächlich Rockmusik) solltest du dich aber mehr auf die sogenannten Powerchords
konzentrieren oder ggf. die Akkorde "aufsplittern".

um das Texte schreiben dazu mach ich mir eigentlich nie sorgen, weil dir eigentlich zu jedem Grundrhytmus (ob Klavier oder Gitarre) eine passende Melodie einällt. Und wenn du den Text zuerst
schreibst bzw. die melodie kannst du wenn du eine Tonart hasst mit der jeweiligen Kadenz eigentlich ales machen.


Bernd 08/27/2008 17:17

vorweg sollte ich gestehen, dass meine Songs eigentlich nur mir selbst gefallen :-(
Sei's drum. Meistens habe ich ein Thema oder auch schon einen Refrain (bzw. Teile davon) im Kopf - und auch gleich eine Musikidee, die sich am Sprechrhythmus orientiert. Bei den Strophen geht das ähnlich Hand in Hand. Gerade habe ich "terminal disease" fertig gedichtet. Meine Vorgabe an mich selbst war: die Strophen sollen nicht die gleiche Silbenzahl haben wie der Refrain, und statt AABB soll das Reimschema ABAB sein. Dann drauflos gedichtet - und eine Melodie entstand ganz von selbst. Jetzt muss ich sie nur noch im Kopf behalten, bis ich sie aufnehmen kann.

Wie ich dichte, beschreibe ich in einem eigenen Blog:
http://lyrics-in-progress.over-blog.de/
Wie ich "komponiere" besser nicht (wobei ich ein bisschen den Verdacht habe, dass nicht die Songs an sich so Sch... sind, sondern nur meine Musiker"qualitäten").

Ich wünsch' Dir was!
Bernd

Kolossia 08/27/2008 23:25


Danke für den netten Beitrag. Ich schreibe nachher auch nochmal etwas dazu, wie ich komponiere


DD Ana 08/04/2008 14:29

hallo kolossia. wie nett du hast ja ein bild von adrian monk in deinem blog. ist das adrian monk? ich bin ein sehr grosser fan dieser serie.aber nun zu deinem eintrag und zum problem wie man am besten eigene songs schreibt. ich muss dir bedauerlicherweise sagen, eine wirkliche methodik oder strategie gibt es nicht. das bedeutet, jeder muss selbst herausfinden wie er am besten vorgeht. einen song zu schreiben bedeutet ja hauptsächlich kreativ zu sein. ein maler macht es genauso. er hat auch am anfang ein leeres blatt vor sich liegen und muss daraus etwas schaffen. kreativ bedeutet etwas zu erschaffen was nur aus deiner fantasie entspringt. ich rate dir, dich beim songschreiben nur auf dein bauchgefühl, also deine intuition, deinen gesunden menschenverstand, deine erfahrungen und deine innersten vorstellungen einzubringen. wenn du dies anwenden kannst, dann hast du schonmal die halbe miete rein, dann klingt dein text nicht erzwungen oder künstlich. versuch auch nicht, so "zu klingen" wie jemand anderes, bzw. jemanden zu imitieren. gut, man kann sich beim schreiben daran orientieren, aber das was du machst sollte immer original sein und das was du bist und tust versinnbildlichen. es ist egal ob du dann denkst, die musik könnte nicht "ankommen", doch da sag ich dir: sie kommt auf jeden fall an der stelle an wo sie hinsoll. musik ist immer geschmackssache und rechtmachen kann man es sowieso niemanden, das ist viel zu schwierig. versuch in erster linie es DIR rechtzumachen, dass du zufrieden mit deinem werk bist. jeder hat eine andere auffassung von musik. bei einigen kommen die inhalte deiner lieder vielleicht nicht an, aber lass dich dadurch nicht entmutigen. es wird, und das garantiere ich dir hiermit, irgendjemanden geben der total drauf abfährt. wenn ich einen song schreibe, dann ist es immer unterschiedlich wie er zustande kommt. das liegt einerseits an meiner tagesform, andererseits an meiner gefühlslage und so weiter. es gibt verschiedene beweggründe. aber du solltest immer beim songwriting das gefühl haben, dass du unbedingt etwas mitteilen willst. dass es dir wichtig ist, den inhalt deiner lieder mit dem hörer (wer auch immer das ist, und wenn es deine katze ist, die mithört) zu teilen. dann gelingt dir auch die message. wie gesagt bei mir ist es manchmal so, dass ich eine besonders gute zeile im kopf habe. die tippe ich dann in den editor (das geht am besten, wenn man mit dem editor schreibt) und wenn ich die muse dazu habe, schreibe ich was drumrum. dann nehme ich meine gitarre und probiere aus was dazupassen könnte. man sollte sich da unmöglich unter druck setzten, dass das lied perfekt sein soll oder so. das geht so nicht. immer schön locker bleiben und auch nicht resignieren, wenn du mal keine schöne melodie findest. ich habe voll viele lieder die nur aus zwei zeilen text un melodie bestehen und ich finde sie trotzdem nicht schlecht und denke immer, irgendwann werde ich mich daran zurückerinnern und sie fertigmachen. man darf es bloss nicht erzwingen!!!so ich könnte jetzt noch total viel dazu schreiben, muss jetzt aber erstmal los. die pflicht ruft. wenn du mehr wissen willst, versuche ich gern dir deine fragen zu beantworten und ich plaudere auch gerne mal aus dem nähkästchen sozusagen, was meine erfahrungen in dem bereich angeht. ich wünsch dir viel vergnügen, vor allem das!beste grüsse, dd ana

Kolossia 08/04/2008 18:45


Wow, vielen Dank für deinen Beitrag. Man merkt, dass da jemand aus Erfahrung spricht. Ich werde mir deine Tipps zu Herzen nehmen. Ich arbeite gerade an dem ersten wirklichen Lied und habe schon
sehr nette Akkorde gefunden sowie ein stimmungsvolles Intro. Mal sehn, was dabei herauskommt.
Ach ja, das ist Adrian Monk. Zur Zeit eine der mit Abstand besten Serien.


Methusalem 07/14/2008 18:17

Patentrezepte gibt es nicht, denke ich mal so... möge doch jeder mal ausprobieren, wie es am besten geht. Das Wichtigste ist wohl, keinen Druck zu machen, aber ich habe da gut reden, ich mache Musik ja nur zum Spass. Wenn mir nichts einfällt, fällt mir eben nichts ein. Das FLOW scheint mir wichtig, fliessen lassen, einfach mal drauflosspielen, irgendwo anfangen... das Ausarbeiten ist dann vielleicht mühsam, aber man kann ein Stück auch wachsen lassen.